Was ist ein Passivhaus?

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Häufig gestellte Fragen

Vorteile eines Passivhauses im Überblick

Passivhäuser bieten gegenüber herkömmlichen Häusern und Niedrigenergiehäusern eine ganze Reihe von bedeutenden Vorteilen:

Energiesparend:
Durch die hervorragenden Dämmeigenschaften eines Passivhauses und seiner Komponenten kommt es zu einer enormen Einsparung von Energiekosten. Die Wirtschaftlichkeit gegenüber anderen Häusern zeigt sich beispielsweise darin, dass ein 100 m2 großes Passivhaus maximal 150l Heizöl pro Jahr – und damit nur etwa ein Zehntel eines herkömmlichen Hauses – benötigt. [Weitere Informationen zur Wirtschaftlichkeit]

Heizenergieverbrauch pro m2 beheizter Wohn-Nutzfläche im Jahr

Ökologisch und umweltfreundlich:
Ein Passivhaus verbraucht rd. 80% weniger Heizenergie als ein Gebäude nach neuester Energieeinsparverordnung 2000. Zudem hat die Sonnenenergie einen bedeutenden Anteil an der Deckung des Energiebedarfs des Hauses und macht es unabhängiger von fossilen Brennstofen wie Öl oder Gas. Überträgt man dies auf eine durchschnittliche Lebensdauer von 50 Jahren, so würde dies für die Umwelt bedeuten: Bereits ein durchschnittliches Passiv-Einfamilienhaus erspart der Umwelt über eine Lebensdauer von 50 Jahren rd. 100 t Kohlendioxid! [Weitere Informationen zur Umweltfreundlichkeit]

Behaglich und gesund:
Das Haus wird kontinuierlich mit unvermischter Frischluft versorgt, die auch im Winter nie zu trocken ist. Somit herrscht im Passivhaus Tag und Nacht eine ausgeglichene, angenehme Temperatur und dank der Luftdichtheit der Gebäudehülle gibt es dabei auch keine Zugerscheinungen. Gerüche und Schadstoffe wie Zigarettenqualm werden hinaus befördert und die Frischluft gefiltert, bevor sie in die Räume gelangt. So können sich z.B. Pollen-Allergiker in einem Passivhaus beschwerdefrei aufhalten. [Weitere Informationen zu Lüftung & Heizung]

Staatlich gefördert:
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW fördert den Bau von Passivhäusern mit 50.000 € und senkt somit die Bau-Mehrkosten eines Passivhauses gegenüber herkömmlichen Häusern. Dadurch machen sich die anfänglichen Mehrausgaben schon nach wenigen Jahren bezahlt! [Weitere Informationen zur Bauförderung]

Haltbar:
Ein Passivhaus in Massivbauweise erweist sich als deutlich haltbarer als ein normales Massivhaus. Durch die passivhaustypischen Technologien wärmebrückenfreier Wärmedämmung, der Komfortlüftung und der winddichten Gebäudehülle ergeben sich mehrere Vorteile für den Erhalt der tragenden Bausubstanz, die nicht der Witterung und den Schadstoffen der Umwelt ausgesetzt wird. Es kann keine Luftfeuchtigkeit in der Bausubstanz kondensieren und diese angreifen und sich auch kein Schimmel entwickeln. Die Qualität des Gebäudes ist also signifikant höher – durch die Abwesenheit von Wärmebrücken und Leckagen ist die Gefahr von Bauschäden stark verringert und die Werterhaltung des Hauses sicher gestellt.