Was ist ein NEH?

Elemente eines NEH

Bauförderung (KfW60)

Was ist ein Niedrigenergiehaus?

Der Begriff „Niedrigenergiehaus” stammt aus einer Zeit, in der diese energiesparende Bauweise vom Energiebedarf her deutlich unter dem Durchschnitt lag, er ist jedoch nicht eindeutig rechtlich definiert. Doch inzwischen ist das Niedrigenergiehaus nach den Anforderungen der Energiesparverordnung (EnEV) in Deutschland der Standard. Das heißt: Jeder Neubau wird heutzutage in Niedrigenergiebauweise errichtet, aber auch Altbauten können durch geeignete Umbaumaßnahmen in Niedrigenergiehäuser verwandelt werden.

Niedrigenergiehäuser (NEH) haben einen Jahresheizwärmebedarf unter 70 kWh/(m2a) bezogen auf die Wohnfläche. Der Heizenergieverbrauch von Niedrigenergiehäusern ist damit um mindestens 30% geringer als der von Wohnhäusern nach der alten Wärmeschutzverordnung von 1995. Dabei sind NEH mit bewährten Methoden zu planen und wirtschaftlich zu errichten: Entscheidend sind:

ein sehr guter Wärmeschutz,

Vermeidung von Wärmebrücken,

Luftdichtheit,

Wärmeschutzverglasungen und

eine kontrollierte Wohnungslüftung.

Weil alle Komponenten von Niedrigenergiehäusern verbesserte Varianten ganz gewöhnlicher, in jedem Neubau erforderlicher Bauteile darstellen, ist das Niedrigenergiehaus ohne besonderen Zusatzaufwand zu errichten. Zur Realisierung von NEH sind deshalb keine speziellen oder gar exotischen Architekturformen erforderlich. Sie entsprechen dem Stand der Technik und sind bereits zehntausendfach praktisch erprobt.